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Breitreifenumbauten

Unbestritten lässt sich der Eisdielenfaktor des eigenen Moppeds durch den Einbau eines fetten Hinterradschlappens enorm steigern. Wer also solch einen Umbau ins Auge gefasst hat und mit den dadurch entstehenden Handling-Nachteilen leben kann hat da einen harten Streifen Arbeit vor sich.

 

Breitreifen

 

Die passende Felge:

Das sich die heiss ersehnte 300er Pelle nicht auf die 5,5 Zoll Serienfelge quetschen lässt dürfte noch jedem klar sein. Ausserdem haben Reifen in einer Breite oberhalb von 200mm meist einen Durchmesser von 18 Zoll und die Auswahl ist stark eingeschränkt. Lösungsweg eins ist der Kauf einer neuen Zubehörfelge in den passenden Abmessungen. Lösungsweg zwei ist das verbreitern der Serienfelge das von Spezialbetrieben wie z. B. Deget oder KJ angeboten wird. Dies ist nicht nur meist preiswerter als eine neue Felge sondern die Optik der Felge passt auch nach wie vor zum vorderen Gegenstück.

 

felge

verbreiterte Bandit Felgen

Quelle: Deget Racing

 

Die Schwinge:

Wenn die neue Felge irgendwann einmal ans Mopped soll, ist es unbestritten von Vorteil, wenn diese in die Schwinge passt ohne irgendwo zu schleifen. Also ist auch hier für Arbeit gesorgt. Analog zur Felge gilt auch hier entweder ein passendes Neuteil erstehen, bzw. anfertigen lassen oder die die vorhandene Schwinge umbauen (lassen).

 

schwinge

Superbike Schwinge

Quelle: Krüger + Junginger

 

Die Kette:

Auch Kettenrad und Ritzel sollten nach dem Umbau wieder in Reih und Glied dastehen. Ist bei dezenten Verbreiterungen das verwenden eines Offset-Ritzels noch ein Lösungsansatz, so ist bei derberen Verbreiterungen mehr Einsatz gefragt. Wird die Felge zum Beispiel um acht Zentimeter verbreitert und soll wieder mittig eingebaut werden (was dringend zu empfehlen ist) so wandert das Kettenrad vier Zentimeter weiter nach aussen. Also muss auch das Ritzel um den gleichen Betrag nach aussen verschoben werden. Hier stösst das Offset Ritzel an seine physikalischen Grenzen, denn die Kräfte die auf die Getriebeausgangswelle einwirken werden einfach zu hoch. Auch hier gibt es wieder mehrere Lösungsmöglichkeiten. Erstens der Einsatz einer Zwischenwelle in der Schwinge. Diese ist im Prinzip nichts anderes als eine kurze Welle, die auf beiden Seiten ein Ritzel trägt. Die Kraftübertragung erfolgt über zwei Ketten. Eine kurze von der Getriebeausgangswelle zur Zwischenwelle und eine lange von der Zwischenwelle zum Kettenblatt. Vorteil dieser Lösung ist, das weder Getriebeausgang noch Rahmen verändert werden müssen. Dafür ist die Anfertigung recht teuer und die Schwinge wird dadurch länger. Zweitens ist die Verwendung des oben bereits genannten Offset-Ritzels in Verbindung mit einem zusätzlichen Stützlager für die Getriebeausgangswelle eine Möglichkeit. Die Kette wird dann einfach aussen an den Rahmenzügen vorbei geführt. Dritte, aber eher selten genutzte Möglichkeit, ist eine verlängerte Getriebeausgangswelle. Dies ist aber mit hohem Aufwand und ent- sprechenden Kosten verbunden.

 

Ritzel

verschiedene Offset-Ritzel

Quelle: Krüger + Junginger

 

Fazit:

Die Kosten für einen extremen Breitreifenumbau sollten nicht unterschätzt werden. Die Durchführung ist auch für den geübten Garagenbastler eher eine Nummer zu groß und sollte lieber bei den einschlägigen Spezialisten in Auftrag gegeben werden, damit das ganze nachher auch ordentlich funktioniert.

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