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Die Arbeiten werden hier anhand meiner 12er Bandit Kult beschrieben, gelten aber Grundsätzlich für alle Motorräder. Die Arbeiten können sich dann aber von den hier aufgeführten unterscheiden. Die angegebenen Werkzeuge und Drehmomente beziehen sich ebenfalls auf meine 12er Kult. Werden die Arbeiten an anderen Maschinen ausgeführt, bitte die entsprechenden Angaben des Herstellers beachten. Für so manche Servicearbeit (Reifenwechsel, Kettenwechsel) muss das Hinterrad ausgebaut werden. Deshalb hier eine kurze Anleitung dazu. Benötigtes Material und Werkzeug: - Schlüssel SW24 für die Achsmutter Hinterrad ausbauen: 1.) Motorrad auf den Hauptständer stellen 2.) Achsmutter (SW24) und Kettenspanner (SW10 / SW12) lösen 3.) Steckachse mit dem Plastikhammer austreiben. Gegebenenfalls eine passende Metallstange verwenden. Steckachse reinigen Während dieses Vorganges das Rad am besten mit einem passenden Holzklotz unterlegen. Ist die Achse draussen, Distanzhülsen, Kettenspanner usw. in der richtigen Reihenfolge auf die Achse schieben. So ist später beim Einbau klar, welches Teil wohin gehört (Reihenfolge in Fahrtrichtung gesehen von links nach rechts: Hinterachsmutter, Unterlegscheibe, 2x Distanzhülse, Bremssattelhalterung). 4.) Rad nach vorne schieben und Kette vom Kettenblatt nehmen 5.) Rad nach hinten aus der Schwinge rollen Dabei auf den Bremssattel der Hinterradbremse achten. Nicht verkanten. Der Bremssattel kann etwas nach oben bewegt werden um die Prozedur zu erleichtern. Bremssattel anschliessend mit Rasterband am Rahmen fixieren.
Hinterrad einbauen: Der Einbau des Hinterrads erfolgt prinzipiell in umgekehrter Reihenfolge wie der Ausbau. 1.) Rad nach vorne in die Schwinge rollen. Dabei Bremssattel wieder auf die Bremsscheibe schieben. 2.) Kette auflegen 3.) Rad nach soweit wie möglich hinten rollen. Holzklotz unterlegen. 4.) Steckachse gut fetten. Anschliessend mitsamt Distanzstücken wieder korrekt einsetzen. Auf richtige Reihenfolge der Bauteile achten. Bremsanker und Kette nicht vergessen. 5.) Radachse zunächst nur handfest anziehen 6.) Kettenspannung einstellen und Kettenflucht prüfen. Hierzu sind an der Schwinge auf beiden Seiten Markierungen angebracht. Die Radachse sollte auf beiden Seiten an der gleichen Position sitzen. Da es sich bei diesen Markierungen aber nur um grobe Richtmarken handelt, kann hier ein entsprechendes Messgerät weiterhelfen. Ein solches Gerät wird von der Firma Profi Products unter dem Namen "Profi Laser Cat" angeboten. 7.) Achsmutter (SW24) wieder mit korrektem Drehmoment (100Nm) anziehen 8.) Kettendurchhang erneut prüfen und gegebenenfalls korrigieren. Nach ca. 300km Kettenspannung erneut kontrollieren und gegebenenfalls einstellen.
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