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Wer an seiner Lederkombi lange Freude haben möchte, sollte ihr mindestens einmal im Jahr etwas Pflege zukommen lassen. Hier bietet sich natürlich die Zeit vor dem Einmotten im Winter an. Wer seinen inneren Schweinehund überwindet und ein bis zwei Stunden Arbeit investiert wird mit geschmeidigem atmungsaktivem Leder, frischen Farben und gutem Duft belohnt.
Reinigung:
Sinnvollerweise wird die Kombi erst mal gründlich gereinigt. Hochwertige Kombis überstehen zwar auch eine Reinigung in der Maschine (Feinwaschmittel, Woll- / Schongang, max. 30°C, vorher den Hersteller befra- gen) aber die etwas mühsamere Reinigung von Hand ist auf Dauer schonender. Spezielle Lederseifen sind hierzu nicht notwendig. Mit einer Lauge aus Neutralseife oder Geschirrspülmittel funktioniert das genauso gut. Die Lauge mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste auftragen und Verunreinigungen mit kreisenden Bewegungen lösen. Die enthaltenen Tenside ziehen Schmutz und Fett aus den Poren. Anschließend den Schmutz mit einem nassen Lappen aufnehmen und die Kombi mit einem weiteren sauberen, nassen Lappen solange abwischen, bis keine Reinigerreste mehr übrig sind. Niemals aggressive Reiniger oder Waschbenzin verwenden!!! Falls auch das Innenfutter gereinigt werden muss, geschieht dies am besten in der Badewanne. Protektoren entfernen!!! (Schaumstoffprotektoren können drinbleiben) lauwarmes Wasser einlassen und eine pH-neutrale Waschlotion zugeben. Anschließend die Kombi mehrere Male durch das Wasser ziehen. Kein Spülmittel verwenden, da es zu stark schäumt und zu allergischen Reaktionen führen kann. Danach gründlich mit klarem Wasser spülen. Auf einem Bügel abtropfen lassen und mit einem Handtuch so gut wie möglich trocken reiben. Jetzt ist das gute Stück zwar porentief rein, aber dem Leder wurden die Nährstoffe entzogen.
Pflege:
Deshalb die noch feuchte Kombi mit einem speziellen Lederpflegeöl und einem weichen Lappen einreiben. Dann die Kombi an einem gut belüfteten Ort zum Trocknen aufhängen. Jedoch nicht in die Sonne oder gar über die Heizung hängen. Während des Trocknens verdunstet die Feuchtigkeit und das Öl zieht in die Lederporen ein. Das häufig benutzte Lederfett kann nicht in die Poren einziehen und verklebt die Poren. Es eignet sich höchstens als zusätzlicher Regenschutz vor einer längeren Tour.
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