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Die Kontrolle des richtigen Reifendrucks ist zugleich eine der leichtesten und der wichtigsten, regelmässigen Arbeiten am Mopped. Man sollte sich angewöhnen diesen spätestens bei jedem zweiten Tankstopp zu kontrollieren. Bei dieser Gelegenheit auch gleich eine Sichtprüfung des Reifens auf Beschädigungen durch- führen. Viele Motorradfahrer unterschätzen die Auswirkungen eines nicht korrekt eingestellten Reifen- fülldrucks auf das Fahrverhalten ihrer Maschine. Schon Unterschiede von 0,1 - 0,2 bar sind teilweise deutlich zu spüren. Manch einer hat schon sein komplettes Fahrwerk verstellt, weil die Kiste auf einmal fuhr wie ein Sack Nüsse, dabei war nur der Luftdruck im Reifen Schuld.
Luftdruck:
Die Luft im Reifen hat erstens die Aufgabe das Gewicht von Maschine und Besatzung zu “tragen” und wirkt zweitens wie eine Art Stossdämpfer. Der korrekte Reifenfülldruck steht entweder irgendwo auf der Maschine (z. B. unter der Sitzbank) oder im Handbuch. Auch die Reifenhersteller geben auf ihren Internetseiten an, mit welchem Luftdruck welcher Reifen auf der eigenen Maschine gefahren werden sollte. Die Angaben können sich unterscheiden. Ich richte mich in einem solchen Fall nach den Angaben des Reifenherstellers. Bei Strassenmotorrädern liegt der vorgeschriebene Druck meist zwischen 2,25 bis 2,5 bar für vorne, und 2,5 bis 2,9 bar für hinten.
Luftdruckangaben auf der Michelin Homepage Quelle: Michelin
Angaben im Fahrerhandbuch Quelle: Suzuki
Druckprüfer:
Die Prüfgeräte an Tankstellen sind nur bedingt geeignet. Meist zeigen sie zu ungenau an. Besser man kauft sich selbst einen ordentlichen Druckprüfer. Kein Plastikteil vom Grabbeltisch, sondern ein Präzisionsmessgerät. Gut geeignet ist z.B. das Gerät von Flaig (ca. 25€). Damit ist die Kontrolle dann auch in der heimischen Garage möglich. Für die Korrektur des Luftdrucks benutze ich eine eine Fahrrad-Standluftpumpe. Die reicht völlig aus um geringe Mengen Luft nachzufüllen.
Flaig Luftdruckprüfer
Ventilkappen:
Ventilkappen sollten grundsätzlich aus Stahl gefertigt sein und nicht aus Kunststoff. Sonst besteht die Gefahr, das diese bei zu festem zuschrauben seitlich einreissen. Immer auf eine einwandfreie Dichtung achten. Niemals ohne Ventilkappe fahren, sonst kann Schmutz in das Ventil gelangen und dann besteht die Gefahr, das das Ventil undicht wird. Ausserdem verhindern die Ventilkappen das Luft entweicht, wenn sich durch die Fliehkräfte bei hohen Geschwindigkeiten der Ventileinsatz etwas öffnet.
Luftdruckkontrolle:
Der Luftdruck sollte bei handwarmem Reifen (ca. 30°C) geprüft werden. Den Luftdruck spätestens alle zwei Wochen prüfen, gleichzeitig Reifen auf Beschädigungen untersuchen. Beim abnehmen des Füllschlauchs darauf achten, das nicht wieder zuviel Luft entweicht. Ich gebe immer 0,1 bar mehr Druck auf den Reifen um die Verluste auszugleichen. Wenn das Ventil schlecht zu erreichen ist, kann man ein Hilfsventil (90° Bogen) aufschrauben um sich die Arbeit zu erleichtern. Unbedingt vor Fahrtantritt wieder entfernen!
Tipps:
Zu hoher Luftdruck verschlechtert Fahrkomfort und Reifenhaftung
Zu niedriger Luftdruck sorgt für schwammiges Fahrverhalten und übermässige Erhitzung des Reifens.
Luftdruck regelmässig kontrollieren
Bei einem heissen Reifen kann der Druck um bis zu 0,5 bar zunehmen. Luftdruck deshalb immer bei handwarmem Reifen prüfen.
Nur kurze Ventilkörper und -einsätze verwenden.
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