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Wer sich von seinem geliebten Mopped trennen will (oder muss) wird dieses zum Verkauf heutzutage sehr wahrscheinlich in einem der vielen Internetportale anbieten. Hier tummelt sich neben den seriösen Kaufinteressenten leider auch eine ganze Menge lichtscheues Gesindel um euch das Geld oder eure Maschine (vielleicht sogar beides) abzuluchsen. Deshalb hier ein paar beliebte Tricks dieser Gauner:
Der vergessenen Ausweis:
Bei dieser Masche geht es nicht darum, euch eure Maschine abzuluchsen, sondern darum an ein angemeldetes Fahrzeug zu kommen. Der Kaufinteressent wird sich mit der Bitte um eine Probefahrt an euch wenden (ist ja durchaus ok). Dazu muss das Fahrzeug natürlich angemeldet sein (es sei denn ihr wollt euch die Mühe machen eine rote Nummer zu besorgen oder verfügt über ein ausreichend grosses Privatgrundstück). Wenn der Kaufinteressent auftaucht, wird er in all der Hektik Führerschein und Ausweis vergessen haben. Aber kein Problem, denn der gute Mann wird bar bezahlen und das Mopped direkt mitnehmen. Nur wird er im Traum nicht daran denken das Fahrzeug umzumelden. Alle Angaben, die er macht sind natürlich frei erfunden. So habt ihr natürlich kaum eine Chance ihn nachträglich ausfindig zu machen und könnt nur hoffen das er nicht auch noch einen Unfall baut...
Der “Ebay”-Trick:
Solltet ihr eure Moppete in einem Internetauktionshaus anbieten könntet ihr mit dem folgenden Trick bekanntschaft machen. Ein böser Bube bietet mit drei verschiedenen Bieternamen (ja, das geht, auch wenn dies von den Auktionshäusern immer bestritten wird, ausserdem könnten diese Rollen genausogut zwei Komplizen übernehmen) auf euer Mopped. Zuerst wird ein sehr niedriges Angebot abgegeben (z. B. 1000€ für die fast neue Bandit). Dann liefern sich die beiden anderen ein herrliches Bietergefecht und treiben den Preis so hoch, das kein ehrlicher Interessent da noch mitbietet. Den Verkäufer freut`s und die Dollarzeichen in den Augen werden immer grösser. Kurz vor Ende der Auktion werden dann die Gebote dieser beiden Bieter gestrichen und es bleibt nur noch das viel zu niedrige erste Gebot übrig, das dann den Zuschlag erhält. Kurz darauf tauchen dann mehrere, meist osteuropäisch angehauchte, Schrankwände auf zwei Beinen beim Verkäufer auf, um ihn “freundlich” um die Herausgabe des ersteigerten Fahrzeuges zu bitten. Dieser kann sich nur noch hinter der verschlossenen Türe verschanzen und auf Hilfe hoffen...
Der Kopiertrick:
Hierbei kopieren die Betrüger einfach das Angebot eines privaten Verkäufers und inserieren es in einem anderen Land und Internetportal. Der eigentliche Verkäufer erhält nun eine Anfrage, ob er eine Überweisung aus dem Ausland akzeptieren würde. Das Fahrzeug würde dann nach Zahlungseingang persönlich abgeholt. Geht der Verkäufer darauf ein und übermittelt seine Bankdaten ist es schon fast zu spät. Gleichzeitig haben die Ganoven nämlich im Ausland einen Kaufinteressenten gesucht, der bereit ist in Vorkasse zu gehen. Dessen Geld wird nun auf das Konto des Verkäufers überwiesen und die Maschine abgeholt. Spätestens nach einigen Tagen wird sich der ebenfalls betrogene Käufer melden und sein Geld zurückfordern. Somit sind Kohle und Mopped futsch...
Der Vorkasse-Trick:
Hier ist ausnahmsweise mal der Käufer der gelackmeierte. Stellt euch folgendes vor: Ihr such seit geraumer Zeit eine ganz bestimmte Maschine und plötzlich wird diese in bestem Zustand zu einem wahren Schnäppchenpreis angeboten. Es werden Mails und Bilder ausgetauscht und irgendwann wird der nette Betrüger von nebenan euch bitten eine Anzahlung auf das Schmuckstück zu leisten, damit er es für euch reservieren kann. Denn da sind ja noch so viele andere Interessenten (die auch alle um eine Anzahlung gebeten werden). Ihr ahnt was kommt. Kaum ist die Anzahlung geleistet sind Anbieter und Mopped wie vom Erdboden verschluckt. Solltet ihr nun die Polizei einschalten wird diese nur feststellen das alle vom Verkäufer angegebenen Daten falsch sind.
Der Trick mit dem Scheck:
Bei diesem Trick meldet sich beim Verkäufer ein Kaufinteressent aus dem Ausland. Meist werden einige Mails hin und her geschickt um das Vertrauen des Verkäufers zu gewinnen. Dann wird euch der nette Herr aus dem Ausland irgendeine tolle Geschichte erzählen (z. B. ein geplatzter anderer Fahrzeugkauf) , um zu erklären warum er zufällig gerade noch einen Auslandsscheck mit einer den Kaufpreis übersteigenden Summe “auf Lager” hat. Nun sollt ihr diesen Scheck einlösen und euer Fahrzeug samt des überschüssigen Geldes an den Abholer übergeben. Wahrscheinlich wird er euch als Ausgleich für eure Bemühungen ein nettes Sümmchen zusätzlich anbieten. Logischerweise wird der Scheck kurze Zeit später platzen und eure Bank will ihre Kohle wiederhaben. Somit seit ihr auch hier euer Mopped los und habt zum Dank noch einiges an Kohle draufgelegt.
Tips:
Da ihr in allen beschriebenen Fällen zwar das Recht auf eurer Seite habt, es jedoch nur schwerlich durchsetzen könnt, hier ein paar Tips um gar nicht erst den bösen Buben auf den Leim zu gehen:
- Keine Anzahlungen auf Fahrzeuge leisten, die ihr nicht persönlich gesehen habt
- Nur Bargeld akzeptieren, alles andere nur bei Leuten die ihr kennt
- Bargeld sofort und in Anwesenheit des Käufers bei der Bank auf Echtheit prüfen lassen
- Keine Ratenzahlungen akzeptieren
- Keine Schecks oder Überweisungen aus dem Ausland akzeptieren
- Fahrzeug nur abgemeldet übergeben
- Ausweis des Käufers kontrollieren und Daten im Kaufvertrag festhalten
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